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Kuba: Übernachten in Casa particulares – So geht’s

Um unsere Reisekosten auf unserer Weltreise zu schonen und den Einheimischen, dem Land und der Kultur möglichst nahezukommen und diese kennenzulernen, haben wir uns auf unserer Kuba-Reise ausschließlich für das Wohnen in Casa particulares entschieden.

Wir haben in mehreren, verschiedenen Unterkünften bei Einheimischen an unterschiedlichen Standorten auf Kuba übernachtet.

In diesem Blogbeitrag möchten wir unsere Erfahrungen, sowie Vor- aber auch Nachteile teilen und zeigen, worauf man bei der Auswahl einer Casa particulares auf jeden Fall achten sollte.

Kuba ist ein Land wie kein anderes.

Es scheint in der Vergangenheit stehengeblieben zu sein.

Koloniale, teils zerstörte Gebäude, Menschen, die vor Supermärkten Schlange stehen, um etwas kaufen zu können, das endlich nach einer Weile wieder verfügbar ist, kein Internet.

Kuba unterscheidet sich von allen anderen Ländern, die wir bisher gesehen hatten und dies war auch der Reiz, warum wir Kuba unbedingt bereisen wollten!

Was sind Casa particulares?

Casa particulares sind Unterkünfte bei Einheimischen, die meistens aus einem Zimmer sowie einem privaten Bad bestehen.

Es gibt jedoch auch Möglichkeiten eine ganze Wohnung zu buchen oder das Bad mit anderen Personen zu teilen.

Viele Einheimische haben mehre Zimmer, die sie vermieten.

Somit trifft man schnell auf weitere Reisende.

Bei großen Unterkünften kann daher auch das Gefühl einer kleinen Pension oder eines Hostels entstehen.

Ausstattung einer Casa particulares

Casa particulares Zimmer

Eines unserer Zimmer…

Eine normale Casa particulares besteht aus einem Schlafzimmer mit einem großen Bett, manchmal auch zwei französischen Betten und einer Klimaanlage, eventuell mit zusätzlichem Ventilator.

In manchen Fällen gibt es einen Kühlschrank sowie einen TV.

Auf diesen kann jedoch verzichtet werden, da das Fernsehprogramm aus drei kubanischen Fernsehsendern besteht.

Mehr als die Nachrichten haben wir uns nicht angesehen.

Das Zimmer ist meist mit einem Bad verbunden, dass eine Dusche oder Badewanne und eine Toilette beinhaltet.

Anders wie auf ganz Kuba in den öffentlichen Toiletten gibt es hier auch sicherlich immer Klopapier. 😀

Oftmals kann man einen Freisitz, Dachterrasse oder das Wohnzimmer mitbenutzen oder hat sogar eine eigene Terrasse.

Andere Touristen berichteten sogar einmal von einem Pool in ihrer Unterkunft, das ist uns allerdings leider nie passiert, obwohl es bei der hohen Luftfeuchtigkeit sehr angenehm gewesen wäre.

Möglichkeiten eine Casa particulares zu buchen

Buchung über das Internet

Es bestehen mehrere Möglichkeiten eine Casa particulares zu buchen.

So ist es von Vorteil sich bereits vor Ankunft in der Stadt/ Region eine mögliche Unterkunft zu suchen.

Über das Internet und Reiseblogs, Tripadvisor oder auch Urlaubsratgeber wie zum Beispiel LonelyPlanet oder Bekannte ist das ganz einfach.

Schnell bekommt man ein Gefühl dafür, welche Casa particulares beliebt und gutgelegen sind und in was für eine Preisspanne man für eine Übernachtung mit eventuellem Frühstück einplanen kann.

Hat man eine passende Unterkunft gefunden, sollte man gerade in der Hauptsaison von Februar bis April am besten Kontakt mit den Besitzern der Casa particulares per Telefon oder E-Mail aufnehmen und das Zimmer reservieren.

Eine weitere Möglichkeit, die uns selbst total verwundert hat, jedoch wesentlich günstiger sein kann, ist Airbnb.

Auch in einem Land mit nur sehr begrenzter Internetmöglichkeit ist eine Buchung über Airbnb* bei vielen (nicht allen) Casa particulares möglich!

Wir lieben Airbnb, weil du direkt vor Ort bei Einheimischen leben und in deren Kultur eintauchen kannst. Außerdem bekommst du oftmals wertvolle Tipps.

Wenn du dich über diesen Link* bei Airbnb registrierst, erhältst du eine 25 € Gutschrift auf deine erste Übernachtung. Probier es aus!

So haben andere Reisende im Zentrum von Viñales beispielsweise nur 13,-€ für eine Übernachtung in einem normalen Zimmer mit Bad bezahlt, wobei der Durchschnitt bei mindestens 20,-€ liegt.

Das einzige Probleme, welches Airbnb mit sich bringt, ist die notwendige Internetverbindung.

Wir hatten unterwegs trotz WLAN-Verbindungen oft keinen Internetzugang.

Hinzukommen wirklich viele Stromausfälle.

Unterwegs hätten wir uns nicht 100% auf Airbnb verlassen können, da eine Buchung mangels Internet ab und zu quasi unmöglich gewesen wäre.

Bucht man jedoch bereits von Zuhause aus seine Unterkünfte über Airbnb vor, kann man auf jeden Fall sparen!

Voraussetzung dabei ist, man kennt seine Reiseroute und hält diese auch ein!

Organisation durch Besitzer der Casa particulares

Eine weitere Alternative ist es, lediglich die erste Casa particulares am Anfang der Reise zu buchen (zum Beispiel über Internetempfehlung oder wie wir über Arirbnb) und sich im Anschluss von den Gastgebern weiterempfehlen zu lassen.

Das heißt man fragt die Besitzer der aktuellen Casa particulares, ob sie Besitzer von Casa particulares im nächsten Zielort kennen und lässt diese von ihnen reservieren.

Und keine Angst: In Kuba hat quasi jeder Kontakte in andere Orte und Städte – wenn nicht selbst, dann über einen Freund oder einen Freund von einem Freund etc. …du verstehst… 🙂

Diese Möglichkeit, ist wirklich eine praktische und bequeme Art zu reisen, da man nicht viel machen muss und alles für einen organisiert wird.

Bis auf wenige Unterkünfte hatten wir auch wirklich Glück und waren sehr zufrieden.

Folgende Probleme hatten wir allerdings bei der Weiterempfehlung von einer Casa particulares zur nächsten Casa particulares: In Varadero mussten wir täglich (3 Tage lang) die Unterkünfte wechseln.

Der Grund: Am Anfang wurde uns von der Besitzerin gesagt, dass wir eine Nacht hier übernachten könnten und danach zwei Tage zum Nachbar gehen müssten, weil das Zimmer am nächsten Tag bereits belegt sei. Am nächsten Tag wurde uns dann mitgeteilt, dass das Zimmer des Nachbarn auch nur für eine Übernachtung möglich sei und wir zum letzten Besitzer zurückmüssten, allerdings in ein wesentlich kleineres Zimmer. Die Zimmergröße war uns schlussendlich dann egal. Schön war es jedoch nicht, täglich den Backpack wieder zusammenpacken zu müssen und wieder umzuziehen.

Im Nachhinein hätten wir uns wahrscheinlich etwas anderes gesucht, wenn wir gewusst hätten, dass wir jeden Tag irgendwo anders sind.

Leider sehen das die Einheimischen oftmals nicht so und versuchen alles, um ihre Zimmer belegt zu bekommen.

Unterkunft vor Ort selbst suchen

Somit wäre die letzte und wahrscheinliche unkomfortabelste Alternative, selbst vor Ort loszuziehen und sich eine Unterkunft zu suchen.

Gerade mit zwei Backpacks, zwei Daypacks und eventuell weiteren Tüten mit Lebensmitteln etc. ist das natürlich sehr unpraktisch, aber durchaus möglich.

Fährt man mit einem großen Reisebus, wie mit Viazul, stehen oft auch Einheimische an der Bushaltestelle und werben mit Unterkünften.

Gerade in der Hauptsaison würden wir uns darauf jedoch nicht immer verlassen!

Ablauf der Ankunft in einer Casa particulares

Hat man eine Casa particulares gefunden bzw. im Vorfeld bereits gebucht, erfolgt die Begrüßung durch die Gastgeberin meist sehr herzlich und man bekommt einen frisch gepresstem Fruchtsaft und jeden Menge Infos über den Standort.

Gerade die Begrüßung mit einem Fruchtsaft scheint sich in Kuba irgendwie als Standardablauf durchgesetzt zu haben.

Casa particulares Begrüßungsgetränk

Begrüßungsgetränk in einer Casa particulares

Wenn man auf Kuba ist, ist es auf jeden Fall von Vorteil, Spanisch sprechen zu können.

In den meisten unserer Unterkünfte konnte in der Regel mindestens eine Person etwas Englisch.

Die Informationen, die man vor Ort erhält, unterscheiden sich je nach Casa particulares.

In Havanna hatten wir beispielsweise Glück und haben bei Kaffee und anschließendem Sandwich mehrere Blätter und Tipps über Havanna und allgemeine Informationen über Kuba bekommen.

In Varadero dagegen wurde uns nur die Richtung zur nächster Bushaltestelle und der Weg zum Strand gezeigt.

Worauf alle Besitzer einer Casa particulares direkt nach Ankunft bestehen, ist der original Reisepass (keine Kopie oder digitales Foto).

Die Casa particulares müssen nämlich Buch führen, welche Touristen bei ihnen unterkommen, diese dem Staat melden und dafür auch Steuern bezahlen.

Ab und an kommen Polizisten und kontrollieren die Bücher.

Teilweise werden auch Touristen direkt von Polizisten angesprochen.

Sind diese dann nicht gemeldet, gibt es Ärger.

Willkommen in Kuba! 🙂

Kosten einer Casa particulares

Je nach Standort, Saison und natürlich auch Unterkunft unterscheiden sich die Übernachtungspreise in den einzelnen Casa particulares.

Üblicherweise beginnen die Preise für eine durchschnittliche Unterkunft bei etwa 15 CUC pro Nacht in Havanna und gehen bis zu 35 CUC in touristischen Unterkünften wie beispielsweise Varadero.

Spätestens bei Ankunft in der Casa particulares sollte der Übernachtungspreis sowie eventuell bestelltes Frühstück nochmal nachgefragt werden, um keine bösen Überraschungen zu erleben.

Hier möchten wir erwähnen, dass es sich lohnt zu handeln, was wir selbst im Nachhinein betrachtet zu wenig gemacht haben!

Gerade in der Nebensaison versuchen die Einheimische Übernachtungspreise zu erzielen, die nicht gerechtfertigt sind.

Oft sind sie nämlich froh, ihre Unterkunft überhaupt vermieten zu können, da viele andere Unterkünfte in der Nebensaison leer stehenbleiben!

Im Austausch mit anderen Touristen haben wir erfahren, dass sie zum Beispiel das Frühstück umsonst bekommen haben bzw. auch einen Preisnachlass auf den Übernachtungspreis.

Services in Casa particulares

Wir hatten bis auf eine Casa particulares sehr viel Glück mit unseren Unterkünften und wurden herzlich aufgenommen.

Dennoch sind Touristen eine gute Geldquelle und eine Übernachtung von 25 CUC entspricht schon einem durchschnittlichen Monatsgehalt auf Kuba.

Um die Einnahmen noch weiter zu erhöhen, bieten die meisten Casa particulares gleich eine ganze Reihe von Services und Dienstleistungen an.

Diese beginnen beim üblichen Frühstück, das auf ganz Kuba in der Regel zwischen 4 und 6 CUC pro Person beträgt.

Frühstück in der Casa particulares

Casa particulares Frühstück

Beispiel für ein Frühstück in einer Casa

Das Frühstück beinhaltet üblicherweise eine (kleine) Kanne Kaffee, Milch, Fruchtsaft (meistens frisch gepresster Mangosaft), verschiedene Früchte wie Papaya, Mango, Ananas sowie Banane, Brot (Baguette oder Brötchen), ein Rührei oder Spiegelei oder Käsesandwich, Butter, Honig, Marmelade und etwas Süßes.

Bei uns gab es u.a. Kuchen, Croissants oder auch Crêpes.

Wir hatten in allen Casa particulares mindestens einmal Frühstück und haben grundsätzlich immer die oben aufgeführten Bestandteile erhalten.

Immer am ersten Morgen in einer Casa haben wir das Frühstück genommen, um dann zu entscheiden, ob wir auch die nächsten Tage unseres Aufenthaltes in der Casa frühstücken.

Teilweise unterscheiden sich die Frühstücke erheblich von der Qualität und Quantität, einen kompletten Reinfall hatten wir aber nie!

Trotzdem haben wir deswegen nicht jeden Tag in den Casa particulares gefrühstückt.

Grundsätzlich können wir jedoch empfehlen, zumindest einmal das Frühstück zu nehmen.

Weitere Services in einer Casa particulares

Casa particulares Services

Auflistung verschiedener Services in unserer Casa 🙂

Der Auswahl an Services sind fast keine Grenzen gesetzt.

Anbei haben wir ein Bild von unserer Casa particulares aus Vinales beigefügt.

Von Frühstück, Mittagessen, Abendessen, sämtlichen Cocktails bis hin zur Massage, Spanischlernen, Tanzstunden, Wäscherei und Fahrtdiensten –  es ist alles dabei und möglich.

Gerade in unserer Unterkunft in Vinales wurde auch noch Pferdereiten, Exkursionen durch das Valley von Vinales auf Spanisch, Fahrradtouren und auch Pferdekutschfahrten angeboten.

Fast hätten wir auch eine Reittour gebucht.

Da wir jedoch wussten, dass diese bereits für 15,-€ bis 25,-€ pro Person für vier Stunden möglich sind, fanden wir eine halbe Stunde für 30,-€ pro Person (!!!) mehr als zu viel.

Wir haben daraufhin eine Reittour mit zwei anderen Paaren durch das Valley von Vinales für 15,-€ pro Person für insgesamt über 5 Stunden gebucht.

Der Guide der Reittour erzählte, dass so gut wie alle Casa particulares zu viele Dienste, in denen sie nicht gut sind, viel zu teuer anbieten.

Also aufpassen, in Ratgeber informieren oder zu einer Reiseinfo vor Ort gehen und sich beraten lassen.

Am besten sich mehrere Meinungen und Vergleiche einholen und erst dann entscheiden!

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Wir würden uns immer wieder für die Übernachtung in Casa particulares entscheiden.

Es ist einfach eine tolle und authentische Möglichkeit, mit Einheimischen in Kontakt zu kommen und noch tiefer in das kubanische Leben einzutauchen.

Allerdings würden wir bereits im Vorfeld Casa particulares buchen oder beliebte Casa particulares an unseren Reisezielorten notieren.

Ein Tipp, der uns leider zu spät erreicht hat, kam von der Casa Besitzerin in Havanna: In Varadero gibt es teilweise einige All-Inclusive-Hotels, die pro Nacht auch nicht mehr als 30,-€ kosten.

Eventuell lohnt es sich hier, Hotels mit den umliegenden Casa particulares zu vergleichen!

Warst du schon auf Kuba und hast in einer Casa particulares übernachtet?

Wir freuen uns auf deine Erfahrungen und evtl. Ratschläge oder natürlich auch Fragen zum Thema.

Lass uns einfach einen Kommentar da!

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