Weltreise Organisation

Weltreise Organisation: Alles zu Wohnung, Auto, Post und Co.

Eine Weltreise zu planen, bedeutet einiges an zeitlichem und organisatorischem Aufwand.

Beim Thema Weltreiseplanung denken die meisten Menschen zuerst an Dinge wie Route planen, günstige Flüge und Unterkünfte buchen oder mögliche Touren und Sehenswürdigkeiten vor Ort recherchieren.

Doch das ist bei weitem nicht alles!

Es gibt noch viele andere Dinge, die bereits zu Hause vor Reiseantritt organisiert und bedacht werden müssen – und genau darauf wollen wir in diesem Artikel näher eingehen.

Konkret behandeln wir in diesem Artikel folgende Themen:

  • Was tun mit der Wohnung?
  • Was passiert mit dem Auto?
  • Welche Verträge solltest du vor der Reise kündigen?
  • Welche Dokumente und Unterlagen benötigst du auf der Reise und wie bewahrst du diese auf?
  • Was passiert mit deiner Post zu Hause?
  • Macht es Sinn, deinen Wohnsitz aus Deutschland abzumelden?

Als Vorbereitung auf unsere eigene Weltreise haben wir uns intensiv mit diesen Fragen auseinandergesetzt und wollen dir nachfolgend von unseren Erkenntnissen und Erfahrungen berichten.

[Dieser Artikel ist Teil 13 einer mehrteiligen Artikelserie zum Thema „Weltreise planen“.]

 

Wohnung während Weltreise: Das kannst du tun

Für die Zeitdauer deiner Reise benötigst du keine Unterkunft oder Wohnung in Deutschland.

Da kommt schnell die Frage auf, was du damit anstellen sollst.

Info: Wir schreiben im Folgenden von „Wohnung“. Falls du ein Haus mietest oder dein Eigen nennst, hast du im Prinzip trotzdem genau dieselben Möglichkeiten.

Grundsätzlich hast du folgende Optionen:

Wohnung leer stehen lassen

Die Wohnung leer stehen zu lassen, macht aus finanziellen Gesichtspunkten zunächst einmal am wenigsten Sinn.

Als Mieter musst du die Miete bezahlen, obwohl du nicht in der Wohnung wohnst und auch als Eigentümer (so wie wir) hast du monatliche Fixkosten für Wohngeld, Verwaltung etc.

Vorteile:

  • Du musst dich um nichts kümmern (Kündigen, Wohnung leerräumen, Untermieter bzw. Mieter finden etc.) und alles bleibt, wie es ist.
  • Wenn du zurückkommst, hast du direkt eine eigene Unterkunft.

Nachteile:

  • Finanziell sehr unwirtschaftlich, da du während der Reise auch noch alle Fixkosten für die Wohnung bezahlen musst.

Wohnung kündigen

Um deinen Geldbeutel zu schonen, wäre es klüger, wenn du deine Wohnung kündigst.

Der Aufwand bei dieser Variante besteht sicherlich darin, die Wohnung leerzuräumen und deinen Besitz (z. B.) Möbel entweder zu verkaufen, entsorgen oder irgendwo unterzubringen.

Wenn du nicht die Möglichkeit hast, deine Sachen bei Freunden oder Familie unterzubringen, gibt es auch Dienstleistungen, die deine Sachen einlagern – natürlich kostet das etwas.

Vorteile:

  • Du musst während der Reise keine Kosten für die Wohnung tragen und hast mehr Geld zur Verfügung.
  • Durch den Verkauf von z. B. Möbeln besserst du deine Reisekasse etwas auf.

Nachteile:

  • Zeitlicher und organisatorischer Aufwand für die Kündigung und Leerräumung der Wohnung bzw. Verkauf, Entsorgung oder Einlagerung deiner Sachen.
  • Bei Rückkehr von der Reise musst du dir zunächst eine Wohnung suchen und erst einmal bei Freunden oder Familie unterkommen.

Wohnung vermieten bzw. untervermieten

Die dritte Möglichkeit wäre, deine Wohnung für die Dauer deiner Reise unterzuvermieten (als Mieter) bzw. zu vermieten (als Eigentümer).

Wenn du Mieter bist, solltest du davor mit deinem Vermieter reden und im Mietvertrag schauen, ob das erlaubt ist.

Vorteile (als Mieter):

  • Dein Untermieter zahlt dir im besten Fall genauso viel, wie deine Miete beträgt und du kannst dir so die Fixkosten sparen.
  • Du kannst deine Wohnung behalten und musst dir nach deiner Rückkehr nichts Neues suchen.

Nachteile (als Mieter):

  • Zeitlicher Aufwand, um einen Mieter zu finden. Dieser muss auch bereit sein, nach deiner Rückkehr wieder auszuziehen!
  • Wenn du deine Sachen nicht in der Wohnung lässt, musst du diese irgendwo unterbringen und die Wohnung leerräumen.
  • Risiko, dass deine Wohnung während deiner Reise verwüstet wird und du nicht eingreifen kannst.

Vorteile (als Eigentümer):

  • Du kannst einen Teil deiner Reise durch deine Mieteinnahmen finanzieren.
  • Deine Wohnung ist bewohnt und du hast somit jemanden, der danach schaut.

Nachteile (als Eigentümer):

  • Zeitlicher Aufwand, um einen Mieter zu finden. Dieser muss auch bereit sein, nach deiner Rückkehr wieder auszuziehen!
  • Wenn du deine Sachen nicht in der Wohnung lässt, musst du diese irgendwo unterbringen und die Wohnung leerräumen.
  • Risiko, dass deine Wohnung während deiner Reise verwüstet wird und du nicht eingreifen kannst.

Wohnung verkaufen (als Eigentümer)

Wenn du Eigentümer bist und dir die Wohnung gehört, wäre es theoretisch auch denkbar, die Wohnung zu verkaufen.

Somit brauchst du niemanden, der sich um die Wohnung kümmert und kannst mit den Einnahmen durch den Verkauf vermutlich deine Reise mehr als finanzieren.

Trotzdem ist das natürlich ein riesiger Schritt, der eigentlich schon mit dem Gedanken spielt, sich aus Deutschland abzumelden und mehrere Jahre im Ausland zu verbringen.

Da wir das definitiv nicht vorhaben, kam dieser Schritt für uns nie in Frage.

Das haben wir gemacht

In unserem Fall haben wir uns tatsächlich dazu entschieden, unsere Eigentumswohnung leer stehen zu lassen.

In unserer Wohngegend ist es sehr schwierig, einen Mieter zu finden, der nur Interesse an einem Mietzeitraum von rund einem Jahr hat.

Außerdem haben wir 2015 die komplette Wohnung von Grund auf neu renoviert und hatten auch ein wenig Schiss (immerhin sind wir ehrlich!), dass wir die Wohnung nach unserer Rückkehr nicht mehr so vorfinden, wie sie vor der Abreise war…

Das mag vielleicht ein bisschen typisch Deutsch sein (Sicherheit steht über allem), aber wir fühlen uns damit definitiv wohler.

Auto während Weltreise: Das kannst du tun

Solltest du ein Auto besitzen, dann ist das ein weiterer Punkt, den du vor der Reise organisieren musst.

Denn es stellt sich die Frage: Was machst du mit dem Auto, während du auf Reise bist?

Nachfolgend eine kurze Übersicht der Möglichkeiten, die du hast:

Auto abmelden und stilllegen

Wenn du eine eigene Garage hast, kannst du das Auto für die Dauer deiner Reise dort unterbringen und es stehen lassen.

Eine andere Möglichkeit wäre es, das Auto bei Freunden oder Familie abzustellen.

Da das Auto nicht benutzt wird, solltest du es für diese Zeit abmelden.

Dadurch sparst du die Ausgaben für die KFZ Steuer sowie Versicherung.

Die Abmeldung erfolgt bei der Zulassungsstelle (am besten der, bei dem das Auto auch angemeldet wurde) – zum Termin brauchst du lediglich das Kennzeichen, die Fahrzeugpapiere und deinen Personalausweis oder Reisepass mitbringen.

Die Gebühr beträgt zwischen 7 und 10 Euro.

Hinweis: Für eine geringe Gebühr (ca. 3 Euro) hast du die Möglichkeit, dir dein bisheriges Kennzeichen reservieren zu lassen (bis zu 12 Monate). Wenn du daran hängst, stellst du also sicher, dass du das Kennzeichen bei der Anmeldung wiedererhältst – standardmäßig steht es nach der Abmeldung nämlich wieder anderen KFZ-Haltern zur Verfügung.

Linktipps:
Auto stilllegen – Pflege und Vorbereitung
Abmeldung eines Autos

Vorteile:

  • Du kannst dein Auto behalten.
  • Du musst keine Steuer und Versicherungsbeiträge bezahlen.

Nachteile:

  • Du benötigst eine geeignete Unterbringungsmöglichkeit.
  • Dein Auto erleidet einen Wertverlust.

Auto verkaufen

Natürlich kannst du dein Auto auch für die Reise verkaufen.

Damit besserst du nicht nur deine Reisekasse auf, sondern musst dich auch nicht um eine geeignete Unterbringung kümmern.

Zum Verkauf kannst du entweder eine Anzeige in lokalen Zeitungen oder auf Online Plattformen wie mobile.de oder autoscout24.de schalten oder du erkundigst dich direkt bei Händlern, ob sie Interesse an einem Ankauf haben.

Vorteile:

  • Du musst dich nicht um eine Unterbringung kümmern.
  • Du erzielst Einnahmen und besserst deine Reisekasse auf.

Nachteile:

  • Du musst dich um den Verkauf des Autos kümmern und einen Käufer finden.
  • Du benötigst nach deiner Rückkehr ein neues Auto.

Auto vermieten

Es wäre auch denkbar, dass du dein Auto vermietest, beispielsweise an einen Freund oder Familienmitglied.

Diesen Fall müsstest du allerdings zuerst mit der Versicherung abklären, inwiefern das Ganze möglich ist.

Evtl. kannst du das Auto abmelden und dein „Mieter“ meldet es auf seinen Namen an, hier sind sicherlich mehrere Wege möglich.

Vorteile:

  • Du musst dich nicht um eine Unterbringung kümmern.
  • Du erzielst Einnahmen und besserst deine Reisekasse auf.
  • Du kannst dein Auto behalten und musst dir nach deiner Rückkehr kein neues suchen.

Nachteile:

  • Du musst einen Mieter für das Auto finden.
  • Je nachdem könnte es schwierig mit der Versicherung werden.
  • Falls etwas mit dem Auto ist, kannst du dich nicht darum kümmern.

Das haben wir gemacht

Unser gemeinsames Auto steht für die Dauer der Reise sicher in unserer Garage.

Wir haben uns dazu entschieden, es nicht zu verkaufen, weil wir aufgrund des Alters (11 Jahre) nicht mehr viel Geld dafür bekommen hätten und wir uns trotzdem noch vorstellen können, das Auto nach unserer Rückkehr noch eine Weile zu fahren – für uns ist es aktuell das perfekte Auto.

Versicherungen & Verträge kündigen

Ein weiterer organisatorischer Schritt der Vorbereitung einer Weltreise ist es, vorhandene Versicherungen und Verträge zu prüfen und diese evtl. zu kündigen.

Diese Verträge kannst du kündigen:

  • Handy
  • Internet
  • Fitnessstudio / andere Mitgliedschaften
  • Streaming Dienste (Spotify, Apple Music, Amazon Prime, Netflix etc.)
  • Zeitschriften / Zeitung

Auf deiner Reise wirst du diese Dienste sicher nicht benötigen, warum dann unnötig weiterhin jeden Monat Geld dafür bezahlen? 😉

Detailliertere Infos zu diesem Thema und allgemein zur Finanzierung einer Weltreise haben wir bereits hier beschrieben.

Außerdem solltest du auch deine Versicherungen prüfen.

Manche Versicherungen (z. B. Hausrat) bringen dir auf deiner Reise gar nichts bzw. durch deine Reise erfüllst du nicht die Versicherungsbedingungen und in einem Schadensfall bekommst du somit kein Geld.

Alles zum Thema Versicherungen haben wir in diesem Artikel erläutert.

Dokumente auf Weltreise: Was du mitnehmen solltest

Wenn man lange unterwegs auf Reisen ist, sollte gut überlegt werden, welche Dinge man einpackt und mit auf die Reise nimmt.

Das gilt auch für Unterlagen und Dokumente.

Wir haben für dich eine Auflistung erstellt, welche Dokumente auf keinen Fall fehlen dürfen.

Reisepass
Das wichtigste Dokument überhaupt! Du brauchst ihn, um dich unterwegs auszuweisen, bei der Ein- und Ausreise in ein Land, beim Check-In im Hostel oder Hotel, beim Mietwagenverleih, für die Beantragung von Visa und und und…auf keinen Fall vergessen!

Außerdem solltest du darauf achten, dass dein Reisepass noch lange genug gültig ist – genauere Infos haben wir in diesem Artikel beschrieben.

Impfpass
Wichtig um unterwegs bestimmte Impfungen nachweisen zu können, z. B. eine Gelbfieber-Impfung in Südamerika. Kann außerdem hilfreich sein, falls du dich mal in ärztliche Behandlung begeben solltest.

Internationaler Führerschein
Notwendig wenn du unterwegs mal ein Auto, Camper, Wohnmobil etc. mieten möchtest.

Voraussetzung: mind. 18 Jahre, Besitz eines normalen Führerscheins, Wohnsitz in Deutschland

Beantragung: im Bürgerbüro deiner Stadt / Gemeinde oder beim Landratsamt

Erforderliche Unterlagen: Personalausweis / Reisepass, biometrisches Passfoto, EU-Führerschein im Scheckkartenformat

Kosten: je nach Stadt- oder Landkreis 12,20 bis 16,30 Euro

Bearbeitungsdauer: sofort (direkt beim Landratsamt) oder 1-2 Wochen (Bürgerbüro)

EU-Führerschein
Es kann sinnvoll sein, neben einem internationalen Führerschein auch den normalen EU-Führerschein mitzuführen, da wir es auch schon erlebt haben, dass beides verlangt wurde.

Biometrische Passfotos
Werden zur Beantragung von Visa gebraucht. Es ist daher hilfreich, ein paar biometrische Passfotos dabei zu haben, da es nicht immer so einfach ist, auf die Schnelle einen passenden Fotografen im Ausland zu finden.

Unterlagen für Steuererklärung
Wenn du länger unterwegs bist, kann es unheimlich hilfreich sein, wenn du alle notwendigen Unterlagen für deine Steuererklärung dabeihast, um diese von unterwegs aus einzureichen.

Du kannst die Dokumente natürlich auch im Vorfeld einscannen und in digitaler Form mitführen bzw. in die Cloud hochladen.

Lebenslauf / Arbeitszeugnis / Bewerbungsfotos
Falls du dich bereits von unterwegs für einen neuen Job bewerben möchtest, solltest du auch die dafür notwendigen Dokumente dabeihaben oder irgendwie darauf zugreifen können.

Dazu gehört dein Lebenslauf, evtl. das Arbeitszeugnis deines letzten Arbeitgebers und ein passendes Bewerbungsfoto.

Dokumente sicher aufbewahren

Es wäre ziemlich doof, wenn du deine Dokumente (oder eines davon) unterwegs verlierst oder diese geklaut oder beschädigt werden und du mit leeren Händen dastehst.

Deswegen solltest du ein paar Sicherheitsvorkehrungen treffen.

Alle oben aufgezählten Dokumente, die wir physisch mit auf unserer Reise dabeihaben (Reisepass, Impfpass, Führerschein, Passfotos) bewahren wir in einer wasserfesten Dokumententasche auf.

Link: Wasserfeste Dokumententasche*

Zusätzlich haben wir von den Dokumenten Kopien angefertigt, die wir in dreifacher Ausführung an unterschiedlichen Stellen in unserem Gepäck mitführen.

Das kann sehr wichtig und hilfreich sein, falls du beispielsweise aus welchen Gründen auch immer keinen Reisepass mehr hast und einen neuen beantragen bzw. dich irgendwie ausweisen musst.

Außerdem empfehlen wir dir, digitale Kopien zu erstellen und diese in eine Cloud (Dropbox, Google Drive, iCloud, eigene NAS-Lösung) hochzuladen, damit du jederzeit über das Internet Zugriff darauf hast.

Alle weiteren Dokumente wie Unterlagen für die Steuerklärung, Lebenslauf, Arbeitszeugnisse etc. liegen bei uns ausschließlich in der Cloud, sodass wir darauf zugreifen können.

Diese schleppen wir nicht in analoger Form mit uns herum.

Post auf Weltreise: Das kannst du machen

Während du auf Weltreise bist, wirst du vermutlich trotzdem weiterhin Post in Deutschland erhalten.

Hier stellt sich nun die Frage, was du mit der Post machst, wenn du gerade am anderen Ende der Welt bist.

Wir haben folgende Möglichkeiten gefunden, die wir dir kurz vorstellen möchten.

Jemand kümmert sich um deinen Briefkasten

Von Vorteil ist es, wenn du jemanden hast, der sich während deiner Abwesenheit einfach um deinen Briefkasten kümmert und ihn regelmäßig leert.

Es sollte natürlich eine Person sein, der du traust und der du es erlaubst, deine Post zu öffnen, diese zu lesen und dich über wichtige Post zu informieren.
Wenn du deine Wohnung vor der Reise gekündigt hast, wirst du wahrscheinlich gar keinen eigenen Briefkasten mehr haben.

In diesem Fall solltest du sicherstellen, dass du deine Anschrift bei allen Behörden, Versicherungen etc. änderst und du die Post irgendwo hinschickst, wo sich jemand darum kümmern kann – zum Beispiel zu deinen Eltern.

Dazu ist sicherlich auch der nächste Punkt interessant…

Erstelle einen Nachsendeauftrag bei der Post

Du kannst bei der Post einen sogenannten Nachsendeauftrag einrichten.

Im Prinzip ist das nichts anderes, als das die Post alle Briefe, die an die von dir definierte Adresse geschickt werden (z. B. deine alte Anschrift oder die Anschrift deiner Wohnung) an eine andere Adresse weiterleitet.

Beispiele wären die Adresse deiner Eltern, Freunden oder einer anderen Person.

Du kannst einen Nachsendeauftrag für bis zu 24 Monate einrichten – das geht auch bequem online.

Link: Nachsendeauftrag einrichten

Die Kosten für den Nachsendeauftrag sind je nach Dauer gestaffelt:
6 Monate: 19,90 Euro
12 Monate: 26,90 Euro
24 Monate: 34,90 Euro

Theoretisch kannst du deine Post sogar an eine Adresse im Ausland umleiten lassen.

Nutze einen Online Dienst

Wenn du es deinen Eltern, Verwandten, Freunden etc. nicht zumuten willst, dass sie sich um deine Post kümmern oder niemanden hast, der das übernehmen könnte, dann kannst du auch auf einen Online Dienst wie Caya* oder DropScan zurückgreifen.

Beides sind Dienste, bei denen du dir ein Postfach einrichten kannst, an das du im Anschluss zum Beispiel per Nachsendeauftrag der Post deine Briefe und Sendungen schicken lässt.

Sobald eine neue Sendung für dich im Postfach eingegangen ist, wird diese eingescannt und du erhältst per E-Mail eine Benachrichtigung.

Danach kannst du deine Post bequem von jedem Ort der Welt online anschauen.

Die physische Post kannst du entweder schreddern, an eine andere Adresse weiterleiten oder bis zu deiner Rückkehr aufbewahren lassen.

Unserer Meinung nach ist das definitiv eine geniale und praktische Lösung!

Sowohl Caya*, als auch DropScan sind zuverlässige, etablierte Unternehmen und wir haben von beiden bisher nur Positives gelesen und gehört.

DropScan kostet im Basic-Tarif 12,90 Euro pro Monat, bei Caya geht es im Tarif „Minimalist“ sogar schon ab 2,99 Euro pro Monat los.

Wir würden uns im Vergleich für Caya entscheiden, weil der Preis billiger ist und es vor allem Flatrate-Preise gibt, d. h. es kommen keine versteckten Kosten auf dich zu.

Bei DropScan musst du für gewisse Leistungen (u.a. das Öffnen der Post) extra bezahlen.

Links:
Caya: Webseite* | Preise
DropScan: Webseite | Preise

Das haben wir gemacht

Bei uns werden unsere Mütter regelmäßig nach unserer Wohnung schauen und dabei den Briefkasten leeren und uns über wichtige Post benachrichtigen. 🙂

Ein Glück, wer so tolle Mamas hat – DANKE! :-*

Wohnsitz abmelden oder nicht

Das Thema „Wohnsitz abmelden“ ist ein sehr komplexes Thema, dass bei vielen Weltenbummlern oder auch Digitalen Nomaden heiß diskutiert wird.

Die Abmeldung des Wohnsitzes geschieht beim Einwohnermeldeamt deiner Gemeinde oder Stadt.

Vorab: Wir haben unseren Wohnsitz nicht abgemeldet, sondern sind für die Dauer unserer Reise weiterhin in Deutschland registriert.

Wir wollen euch trotzdem kurz einen kleinen Überblick über das Thema und die jeweiligen Vor- und Nachteile geben.

Vorteile Wohnsitz abmelden

  • Sonderkündigungsrecht bei Verträgen: Wenn du deinen Wohnsitz abmeldest, hast du bei Verträgen ein Sonderkündigungsrecht. So könntest du aus Verträgen rauskommen, für die du ansonsten während deiner Reise aufgrund von langen Kündigungsfristen oder Vertragslaufzeiten weiterhin Beiträge bezahlen müsstest.
  • Gebühren für Rundfunkbeitrag sparen: In Bezug auf den Rundfunkbeitrag (früher GEZ) ist es egal, ob du gerade auf Reise bist oder nicht. Du musst die Gebühr bezahlen, so lange in Deutschland ein Haushalt auf deinen Namen gemeldet ist. Durch die Abmeldung kannst du dich auch von der Rundfunkbeitragspflicht befreien..

Nachteile Wohnsitz abmelden

  • Gewerbe abmelden: Wenn du in Deutschland ein Gewerbe angemeldet hast, musst du dieses ebenfalls mit der Abmeldung des Wohnsitzes abmelden. Das kann für Selbständige etwas doof werden.
  • Zulassung Auto: Ohne Wohnsitz kannst du kein Auto auf deinen Namen zulassen. Falls du ein Auto hast und es für deine Reise nicht verkaufst, kann das zu Problemen führen.

Das solltest du beachten

Die meisten Anbieter einer Auslandskrankenversicherung setzen für den Abschluss einer Versicherung einen bestehenden Wohnsitz in Deutschland voraus.

Du solltest also beachten, dass du zuerst die Auslandskrankenversicherung abschließt und erst dann deinen Wohnsitz abmeldest.

Genau das Gleiche gilt beim Abschluss von Kreditkarten bzw. der Eröffnung eines Bankkontos für die Reise, d. h. erst Reisekreditkarte abschließen und dann den Wohnsitz abmelden.

Im Jahr 2015 wurde ein neues Meldegesetz in Deutschland eingeführt, dass streng genommen eine Abmeldung aus Deutschland verlangt, wenn man beispielsweise seine bisherige Wohnung kündigt oder verkauft und nirgendwo anders einen festen Wohnsitz hat.

Falls diese Situation auf dich zutrifft, solltest du dich diesbezüglich nochmal konkret informieren.

Das war nur ein kleiner Überblick zum Thema „Wohnsitz abmelden“.

An sich ist das Thema sehr komplex und es gibt einiges zu beachten.

Den unserer Meinung nach besten und ausführlichsten Artikel dazu, findest du auf dem Blog von Wirelesslife.de.

Wir verlinken dir den Beitrag mal hier.

Linktipp: wirelesslife.de/wohnsitz-abmelden-umzug-ins-ausland

Info: Bei der Abmeldung deines Wohnsitzes in Deutschland verlierst du übrigens nicht deine deutsche Staatsbürgerschaft – das hat nichts miteinander zu tun und du bist weiterhin deutscher Staatsbürger.

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Mit diesem Artikel wollten wir dir einen Überblick über Dinge geben, die organisatorisch vor einer Weltreise überlegt und geklärt werden sollten.

Hast du noch Fragen oder Anregungen?

Wir freuen uns über dein Feedback – lass uns doch einen Kommentar da!

Im nächsten Teil der „Weltreise planen“-Artikelserie geht es dann um das Thema „Weltreise Packliste“.